AKTIVITÄTEN / Cultura / Geschichte

Pordenone

Der Prozess und die Verbrennung der Vecia (Alten)


Es handelt sich um eine typische Tradition zur Mitte der Fastenzeit, die es nicht nur im westlichen Friaul gibt, sondern sich in vielen Orten quer durch Europa, von Portugal bis nach Ungarn zieht und in Italien insbesondere die Lombardei, das Veneto, die Emilia, die Toskana und das Friaul streift. Am Abend in der Mitte der Fastenzeit wird die Puppe einer Alten in einer Prozession begleitet, ihr der Prozess gemacht, sie für alles Schlechte der örtlichen Gemeinde beschuldigt und zum Verbrennen auf dem Scheiterhaufen verurteilt, trotz des Bemühens ihres Verteidigers.  Mehr oder weniger auf diese Art machten es auch die Römer vor zweitausend Jahren beim "Festum Annae Perennae"(15. März) und bei den "Mamuralia" (16. März). Die neben Pordenone, in mehr als zwanzig Ortschaften des westlichen Friauls dokumentierte Tradition, geriet in er ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts etwas in Vergessenheit, lebt nun aber wieder in rund zehn Orten der Region Pordenone wieder auf, wozu die Associazione Propordenone beachtlich beitrug. Die Studien von G. Chiaradia trugen dazu bei, die Tradition wieder zu Ruhm zu bringen, die zu einer Erneuerung der hiesigen Gesellschaft durch die öffentliche Anzeige des Bösen (Eliminierungsritual) und einen Wunsch nach einer besseren Zukunft (Versöhnungsritual) darstellt.
Die Vorführung des Prozesses wird von den Schauspielern des Theater „L. Rocco” in Pordenone unterstützt.

(Quelle: Propordenone)




Offizielle Website für den Tourismus und für Veranstaltungen in der Provinz Pordenone
Warten auf!
Wir suchen Ihre Favoriten ...